STEFAN PETERS
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#10 - Buchbesprechung – Diagnoseleitfaden Osteopathie

Diagnoseleitfaden OsteopathieDie 2., überarbeitete und erweiterte Auflage von Magga Corts ist 2017 im Haug Verlag erschienen.


Symptome differenzieren, funktionelle Zusammenhänge erkennen – der Kern des Werkes liegt in der Darstellung von systemischer osteopathischer Diagnosefindung. Beschwerdebilder werden systematisch erfasst und das Diagnoseschema wird durch detaillierte Untersuchungstests vervollständigt.

Zahlreiche Fotos, Videosequenzen und Mind-Maps verdeutlichen die anatomischen und funktionellen Zusammenhänge von Strukturen und Organen.

Neu in der zweiten Auflage ist die Erweiterung des Kapitels „Osteopathischer Kontext der kraniosakralen Dysfunktionen“, ein neues Kapitel „Übergreifende Faszientests“ und 100 neue Abbildungen für mehr Sicherheit bei der Diagnosefindung.


Magga Corts ist Dipl. Sportwissenschaftlerin, Heilpraktikerin und Osteopathin (BAO). Dozentin für Faszien, Muskelenergie- und Impulstechniken sowie integrative myofasziale Behandlungskonzepte. Sie zeichnet sich verantwortlich für die Bereiche Osteopathie und Anatomie als Mitherausgeberin der Deutsche Heilpraktiker Zeitschrift.


Ihr Werk soll kein Bausteinsystem darstellen, die osteopathische Diagnosefindung ist kein Malen nach Zahlen. Es soll vielmehr einen Überblick über praktische Untersuchungsspektren und deren systemische Einordnung im Rahmen der Diagnostik geben.
Inhaltlich beginnt das Buch mit der allgemeinen osteopathischen globalen Untersuchung. Unter anderem sind dies Fasziale Tests, Hip-Drop-Test, Sotto-Hall-Kontrolltest, Meersseman Test, Muskelsegment und Viszeraler Dichtetest – um an dieser Stelle nur einige zu nennen.



Kapitel drei widmet sich dem Viszeralsystem und ist nach Organen gegliedert. Die Beschreibung beinhaltet folgende Elemente: Nervaler, vaskulärer und faszialer Kontext der Organe, die anatomische Lage, korrespondierende Organe und Strukturen sowie Indikationen und Kontraindikationen sowie gezielter Tests. 


In Kapitel vier dreht sich alles um die parietale Untersuchung. Hinzu kommt der biomechanische und neurologische Kontext. Gegliedert nach Gelenkregion. Kapitel fünf sticht durch die sehr umfangreiche Darstellung der kraniosakralen Dysfunktionen heraus. Für jeden Knochen stehen hier der ligamentäre, muskuläre und biomechanische Kontext neben vaskulären Strukturen, neurologischer Verkettung, fasziale und membranöse Zusammenhänge, Indikationen und Tests in der Übersicht zur Verfügung.

Das letzte Kapitel bezieht sich auf spezielle Symptomkomplexe, die im Praxisalltag häufig auftreten.
Im Anhang des Buches findet der Leser Zusatzmaterial wie Anamnesebogen, Organe und ihre Zuordnung, eine Auswahl an Provokationstests und neurologische Tests in der Übersicht.

Unser Fazit: Eine sehr gelungene Zusammenstellung und Übersicht der verschiedenen Beziehungen und Diagnostikverfahren. Für die Ausbildung und die ersten Jahre danach eine große Hilfestellung. Aber auch für erfahrene Therapeuten ein gutes Nachschlagewerk und Inspirationsquelle. Persönlich hat mir insbesondere die Darstellung der vielen Mind-Maps gefallen.

 


Diagnoseleitfaden Osteopathie

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