Mobilisation nervaler Strukturen - Dierlmeier Konzept - Osteopathie

Mobilisation nervaler Strukturen

Hintergrund: Wandel der therapeutischen Arbeit

Unsere Zeit ist hektischer geworden. Das schlägt sich auch auf die ärztliche und therapeutische Praxis nieder. Die Kontakte zwischen Arzt-Patient und Arzt-Therapeut werden kürzer und nicht zuletzt aus Kostengründen auch weniger. In naher Zukunft werden wir nicht nur weniger Zeit für die Diagnostik haben, sondern auch gezwungen sein, unsere Befunde objektiv darzustellen und die Behandlungserfolge festzuhalten.


Dies ist mit dem Dierlmeier-Konzept gut umzusetzen:

Das Dierlmeier-Konzept bietet die Möglichkeit das Nervensystem differenziert zu untersuchen und innerhalb kurzer Zeit eine detaillierte Diagnose zu stellen.


Nervensystem in der Osteopathie


 

Einflüsse aus der manuellen Therapie

Das Dierlmeier-Konzept beinhaltet Einflüsse verschiedenster Therapierichtungen, die zu einem sinnvollen Ganzen zusammengefügt werden. Eine wichtige Säule stellen Techniken der manuellen Therapie, wie sie in der integrativen Manuellen Therapie (IMT) oder im Kaltenborn-Konzept gelehrt werden, dar. Inhalte aus der Osteopathie bezüglich Diagnostik und Therapie finden ebenfalls Ihren Platz. Einen großen Stellenwert hat die Arbeit von David Butler, der zahlreiche Publikationen zur Behandlung des Nervensystems veröffentlicht hat.

 

Didaktik: Praxisbeispiele und Modelle

Im Unterricht lernen Sie das Nervensystem auf eine sehr spannende und interessante Art und Weise kennen. Mit vielen Praxisbeispielen und farbigen Modellen werden Sie verstehen, warum die Sensibilität im Körper mehr gefährdet ist als die Motorik, warum ein Bandscheibenvorfall nicht immer ein Bandscheibenvorfall ist, weshalb wir zwischen einem spasmierten und einem trophisch veränderten Muskel unterscheiden, wieso ein Trauma eine Nervenverhaftung auslöst und wie LWS-Probleme Kopfschmerzen auslösen können.

 

Anamnese und Tests

Das Nervensystem ist, wie keine andere Struktur im Körper, sehr gut hierarchisch strukturiert. Kennt man die verschiedenen Hierarchieebenen ist es aufgrund der Anamnese leicht möglich, schnell zwischen Rückenmarksläsionen, Nervenwurzelproblemen, Einschränkungen der Rückenmarkshäute, peripheren Läsionen und pseudoradikulären Problemen zu unterscheiden. Neben einer effektiven Art der Anamneseführung lernen Sie auch Sicherheitsuntersuchungen, Reflextests, Sensibilitäts- und Motoriktests sowie zahlreiche Spannungstests für die peripheren Nerven und die Rückenmarkshäute.

 

Behandlung

Behandelt werden die aufgespürten Nervenprobleme mit Spannungstesten (der Nerv wird entlang seiner Längsachse mobilisiert), direktem Verschieben des Nerven im Gewebe, Dehnung von Tunneln, die der Nerv durchlaufen muss, und Eigenübungen als Heimarbeit. Über indirekte Techniken behandelt man auch die Rückenmarkshäute, Spinalnerven und vegetative Nervengeflechte.

 

Vegetatives Nervensystem

Problembehandlung im vegetativen Nervensystem ist ebenfalls ein Bestandteil der Ausbildung. Sie werden lernen, Einschränkungen der vegetativen Nervenplexen zu diagnostizieren und über die Behandlung derselben positiven Einfluss darauf zu nehmen.

 

Chronischer Schmerz

Statistisch gesehen findet man einen Anstieg der chronischen Schmerzpatienten, weshalb die Behandlung chronischer Schmerzen ebenfalls Teil der Ausbildung ist. Ein Schmerz soll bekanntlich die Meldung sein, welche dem Gehirn mitteilt, dass den Körper ein Schaden trifft. Das ist gültig für den akuten Schmerz. Beim chronischen Schmerzpatienten treten allerdings völlig andere Mechanismen in Kraft, die dafür sorgen, dass die schmerzleitenden Nervenfasern nicht nur einen längere Zeit geleiteten Schmerz speichern, sondern auch nach Behebung der Ursache den Schmerz weiter melden. Die Behandlung und der Umgang mit chronischen Beschwerden erfordert ein spezielles Instrumentarium, welches wir im Kurs kennen lernen werden.

 

Sichtbare Erfolge – Integration bisherigen Wissens

Alles in Allem können Sie nach der Ausbildung das Nervensystem untersuchen und behandeln. Dabei sollen Sie alles was Sie bisher therapeutisch angewandt haben, in das System mit einfließen lassen und begutachten, wie sich andere Therapien auf die Nervenmobilität auswirken.


Gratis Fachbuch (240 Seiten und in Farbe) – Alle Techniken durch Bilder illustriert – Eigenübungen und Schemas zum Kopieren

In der Kursgebühr enthalten ist ein über 240 Seiten umfassendes, fest gebundenes Fachbuch, das mit durchgehend farbig aufbereiteten Lerninhalten nicht nur alles zeigt was unterrichtet wird, sondern auch Platz für eigene Notizen lässt.

Das Buch beschäftigt sich mit dem Gedankengut vieler Autoren zum Thema und gibt Hinweise auf weiterführende Literatur. Im Anhang des Buches finden sich Schemas für Eigenübungen sowie Untersuchungsschemas, die vom Urheberrecht befreit sind und für den Behandlungsraum oder für Patienten vervielfältigt werden dürfen.

 

 


 

Dozent

Tina Golombek

Kursdauer

6 Tage (2 x 3 Tage)
50 Fortbildungspunkte

Termine

Teil 1: 21.10.-23.10.2017

Teil 2: 11.11.-13.11.2017

Zeiten

Samstag 13.00 - 20.00 Uhr, Sonntag 8.00 - 15.00 Uhr, Montag 8.00 - 16.00 Uhr

Preis

540,00 Euro / 490,00 Early Bird (Anmeldung vor dem 21.05.2017)

Teilnahmevoraussetzungen

Physiotherapeuten (ab 3.Lehrjahr Ausbildung), Ergotherapeuten, Masseure, Heilpraktiker, Dipl. Sportlehrer, Osteopathen, andere nach Absprache

Abschluss

Teilnahmebestätigung

Vom BVO (Bundesverband Osteopathie) zur postgraduierten Qualitätssicherung mit 50 Fortbildungspunkten anerkannt.

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